Ein starkes Zugpferd für die Markenentwicklung | Die vierhundert Jahre alte Torrgl im Keller der Stachlburg
Posted by Redaktion Zigori Media on 15. Oktober 2010 · Hinterlasse einen Kommentar
Im Zuge des Strategiebildungs-Prozesses für das Schlossweingut Stachlburg sind wir auf eine Möglichkeit gestoßen, der Marke “Schlossweingut Stachlburg” ein stärkeres Profil zu geben: Im Keller der Stachlburg befindet sich eine vierhundert Jahre alte Torggl (historische Weinpresse), die als Alleinstellungsmerkmal der Marke entwickelt werden kann. Als konkrete Massnahme ergab sich daraus die Gründung der “Stachlburger Torgglrunde”, die am 8. Oktober dieses Jahres einen Versuch unternommen hat, die historische Torggl wieder in in Betrieb zu nehmen.

Die vierhundert Jahre alte Torggl im Keller der Stachlburg – liebevoll in Stand gesetzt von Baron Kripp und Tischlermeister Parth aus dem Ultental
Der Versuch ist geglückt und durch den erfolgreichen Probelauf wurde die Grundlage geschaffen, die Torggl in den nächsten Jahren stärker in den Markenaufbau zu integrieren und sie “für die Marke und für die Art und Weise, auf die im Schlossweingut Stachlburg Qualitätsweine hergestellt werden sprechen zu lassen”.
Anbei ein kurzer Bild-Bericht vom ersten Presstag der Stachlburger Torgglrunde und eine Fotodokumentation als PDF zum herunterladen:
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STACHLBURGER TORGGLRUNDE NIMMT VIERHUNDERT JAHRE ALTE TORGGL WIEDER IN BETRIEB
Wer den Wein schätzt, dem tut sich ein spannendes Kulturgebiet auf und wer die Natur schätzt und schützt wird sich in besonderem Maß von Bioweinen und natürlichen Verarbeitungsmethoden angesprochen fühlen. Ich zähle mich zu diesen Menschen und habe es als besonders faszinierend empfunden, den Wein so auf den Weg zu bringen, wie es unsere Vorfahren schon vor hunderten von Jahren gemacht haben.
Hier ein paar Bilder vom packenden Ereignis (Alle Fotos: Nicola Morandini):
Die Weintrauben stehen bereit und kommen gleich in den hölzernen Presskorb. Die Stachlburger Torgglrunde hat rund 200 kg einer Mischung von Bio-Weißweintrauben verarbeitet, hauptsächlich Sylvaner und Gutedel (Chasselas)
Vor dem Pressen wird gestampft. Im Bild: Herbert Taschler (re) und Angelo Carrillo von der Stachlburger Torgglrunde.
Hier sieht man den 400 Jahre alten Torgglbaum, der über hölzerne Zwischenstücke auf den Presskorb drückt. Beim Einrichten ist darauf zu achten, dass der Baum die Abdeckung des Presskorbes möglichst gleichmäßig hinunter drückt. Vorne: Herbert Taschler, hinten ich.
Das heißt’s anpacken! Nachhaltiges Weinpressen mit Hilfe der 400 Jahre alten Stachlburger Torggl. Im Bild: Burgherr Baron Sigmund Kripp und ich an der Spindel
Der Lohn der Mühe: Der erste Most läuft in die Auffangwanne
Immer wieder heißt’s: Torgglbaum hoch, Zwischenstücke weg, Deckel hochheben, Maische umschichten (“Scheitern”), noch mal stampfen, Deckel wieder drauf, Zwischenstücke einfügen, einrichten und wieder pressen.
Ab ins Fass! Andreas Gottlieb Hempel und Herbert Taschler füllen den Most ins Eichenfass. Die Stachlburger Torgglrunde und die vierhundert Jahre alte Torggl haben ihre Arbeit getan, nun ist wieder die Natur an der Reihe.
Christine Mayr beschreibt das Eichenfass, in dem der Most nun der Gärung entgegenreift. Im Jänner verkosten wir den Stachlburger Torgglwein, im Mai wird er abgefüllt.
Die Stachlburger Torgglrunde (von links): Andreas Gottlieb Hempel, ich, Christine Mayr, Burgherr und Winzer Baron Sigmund Kripp, Herbert Taschler, Angelo Carrillo
Hier noch eine Foto-Dokumentation im PDF-Format zum Herunterladen (bitte auf das Blick klicken):
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